Jedes Jahr reisen immer mehr Touristen in die Tropen und Subtropen. Oft ohne Impfschutz und Malariaprophylaxe. Immer häufiger erkranken und sterben Tropen- rückkehrer an Malaria und anderen tropischen Infektionen, da die Krankheiten von Ärzten zu spät oder gar nicht erkannt werden. Auch die zunehmende Anzahl von Asylbewerbern konfrontiert Kollegen mit Infektionen, die sie vorher noch nicht gesehen haben. Darüber hinaus wird das „Global Warming“ zu einem Anstieg von Dengue Fieber und Malaria in gemäßigten Breiten führen. Die seit 1995 jährlich stattfindenden Fortbildungsreisen nach Ostafrika sind für Ärzte und andere medizinische Berufe zugeschnitten, die sich auf dem Gebiet der klinischen Tropen- und Reisemedizin weiterbilden möchten. Die Reisen finden mit maximal 13 Teilnehmern (aus der ganzen Welt) unter kompetenter Leitung aus Deutschland und Ostafrika statt. Während der 13-tägigen Rundreisen besuchen die Teilnehmer verschiedene Lehrkrankenhäuser, Forschungsprojekte und Hilfsorganisationen in Tansania, Uganda oder Kenia. Erfahrene Tropenmediziner lehren am Krankenbett über die Klinik und Therapie der wichtigsten tropischen Infektionskrankheiten. Auf Feldexkursionen erwerben die Teilnehmer nicht nur Kenntnisse über die Entomo- logie, Epidemiologie, Prävention und Kontrollmaßnahmen der jeweiligen Tropen- krankheiten, sondern lernen auch eine einzigartige Flora und Fauna in den länd- lichen Gebieten von Ostafrika kennen. Diagnostische Laborpraktika (mikros- kopische Untersuchung von Parasiten im Blut, Stuhl, Urin und der Haut) und Vorlesungen auf Englisch runden das medizinische Programm ab.